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Wenn das nicht mal ein schönes Geburtstagsgeschenk der Mannschaft, für ihren Trainer gewesen war. 1:3 auf der Bielefelder Alm für den MSV Duisburg, der somit am 8. Spieltag den 3. Tabellenplatz für sich beansprucht.

Auch von mir Herr Sasic: Herzlichen Glückwunsch zum 52. Geburtstag!

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Duisburg in Trauer

Ich muss Tina Halberschmidt vom Zebrablog uneingeschränkt Recht geben: „ Fußball ist nicht das Wichtigste. Es ist absolut nebensächlich. Nicht weiter erwähnenswert. Fußball verkommt zur Lächerlichkeit. An Tagen wie diesem.

Ich bin zu tiefst erschüttert von dieser unfassbaren Tragödie, die sich bei der Loveparade in Duisburg abgespielt hat. Mein Mitgefühl und meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der Opfer. Aber auch bei den vielen jungen Menschen die in dieser Zeit im Tunnel der Karl-Jarres-Straße waren und diesen Tag in meiner Heimatstadt sicherlich niemals vergessen werden.

Ich persönlich war nicht bei der Loveparade, doch habe ich noch kurz vor dem schrecklichen Ereignis mit dem Gedanken gespielt, zumindest mal ein wenig zu schauen. Es kommt halt nicht alle Tage in Duisburg vor, dass man ein solch großes Ereignis direkt vor der Haustüre hat. Im Garten erreichte mich dann durch das Radio die erschreckende Nachricht von zuerst 10 Toten bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg. Heute, einen Tag nach der Loveparade sind es bereits 19 zum Teil noch junge Menschen, die ihr Leben lassen mussten. Aber warum?

Hinterher weiß man ja bekanntlich immer mehr, doch in diesem tragischen Fall behaupte ich, dass viele Duisburger, die die örtlichen Bedingungen kannten, an diesem Tag ein komisches Gefühl in der Magengegend hatten.

Eine von mir persönlich wahrgenommene Chronik der Tragödie:

Wenige Monate vor der Loveparade stellt die Stadt Duisburg fest, dass sie gar nicht das nötige Geld für eine solch   große Veranstaltung hat. (Duisburg ist bereits seit Jahren pleite!)

Viele Wochen steht die Loveparade auf der Kippe.

Ein Sponsor für die Loveparade wird kurzfristig aus dem Hut gezaubert.

Ein Gelände für die Loveparade wird gefunden. Der alte Güterbahnhof, der ja schon für so manch andere Idee erhalten musste.

3 Wochen vor der Loveparade, macht der alte Güterbahnhof nicht den Eindruck, dass hier eine Großveranstaltung stattfinden soll.

Wenn man die Presseberichte im Vorfeld zur Veranstaltung verfolgt, bekommt man nicht den Eindruck, dass die Verantwortlichen sich viele Gedanken zur Loveparade gemacht haben. (widersprüchliche Angaben zum Fassungsvermögen des alten Güterbahnhofes, der Hauptbahnhof soll gar nicht in der Lage sein, die Massen an Menschen zu beherrschen,  scheinbar nur ein Eingang zum Veranstaltungsort)

Es war kalt gestern in Duisburg und dennoch zog es mich an diesem Montag gleich zweimal nach draußen in die Kälte.

Zuerst fror ich zusammen mit meiner Familie beim Duisburger Rosenmontagszug, was sich aber für alle gelohnt hatte: Die Tüten waren voller Kamelle und die Gesichter meiner Kinder strahlten eine angenehme Zufriedenheit aus.

Zum Abschluss des Tages zog es mich dann zum zweiten Mal nach draußen. Heimspiel! MSV Duisburg gegen den 1. FC Kaiserslautern um 20:15 in der MSV-Arena. Ist ja schließlich ein „Montagsspiel“. Muss man nicht ernsthaft drüber nachdenken, dass das ungewöhnliche und vor allem familienunfreundliche Anstoßzeiten sind. Muss man auch nicht ernsthaft drüber nachdenken, dass das Spiel am Rosenmontag stattfindet. Man hätte evtl. in Köln oder Düsseldorf darüber nachgedacht, aber na gut. Muss wohl so sein?!

Wie dem auch sei, der Gang ins Stadion hat mir nun nicht unbedingt eine angenehme Zufriedenheit in mein Gesicht gezaubert. Aber immerhin hat die Mannschaft schon mal einen Punkt eingeholt. Ist ja auch schon mal was.

Große Sorgen hingegen bereiten mir die Berichte über Herrn Hellmich und seine Machenschaften. „Reviersport online“ fragt sich schon, ob wohlmöglich die Lizenz in Gefahr ist. Mir persönlich machen die Sprüche von Walter Hellmich richtig Angst: „…so lange ich am Ruder bin, passiert dem MSV gar nichts. “ Und im Zebrablog verweist ein Kommentator auf ein Interview aus dem Jahr 2008, wo Hellmich so zitiert wird: “ Wenn ich die Lust verliere, geht der MSV den Bach runter. Mehr Menschlichkeit, wie ich dem Klub entgegenbringe, geht gar nicht.“ Ich mache mir ganz große Sorgen.

Der MSV verliert 2:0 in Düsseldorf und schnell stellt sich die Frage nach der Schuld an dieser Misere. Lag es an unserem Kapitän und Torhüter Tom Starke, der nach 17 Minuten einen offensichtlich haltbaren „Torschuss“ durchließ und somit den Fortunen die frühe Führung ermöglichte, was wohlmöglich auch den weiteren Spielverlauf maßgeblich beeinflusste? Lag es an der Innenverteidigung, der man ja schon in der Vergangenheit gerne die Schuld an allem gab? Am Sturm? Oder gar an der ganze Mannschaft? Lag es wohlmöglich mal wieder am Trainer? Oder am Schiedsrichter?

Ich sage NEIN!!! An keinen der oben erwähnten Personen hat es gelegen. Meiner Meinung nach lag es am Lebensgefährten meiner Schwester. Er, und nur er alleine ist für die Niederlage des MSV Duisburg in Düsseldorf verantwortlich. Wie bereits im letzten Blogeintrag erwähnt, saß ich heute mit einem Knopf im Ohr beim Brunch zu Ehren meines „Schwagers“ und hörte meinen  liebgewonnenen Lokalsender. Doch welche Gäste hat er dazu eingeladen? Fast die Hälfte der Gäste, war extra aus Düsseldorf angereist, um an seinem Geburtstag anwesend zu sein. Hallo??? Diese Leute waren noch nie auf seinem Geburtstag! Warum also ausgerechnet heute!!!

Und was hat er mir dann  auch noch angeboten, was ich allerdings dankend abgelehnt hatte? Altbier!!!

Mal ehrlich, ich hatte mich für diesen besonderen Tag gut vorbereitet. Mein Schal mit den Blockstreifen war dabei und ich hatte mit meinem Handy guten Radioempfang. Mehr kann man wirklich nicht machen. Aber gegen Düsseldorfer Gäste und Altbier in Duisburg ist man einfach machtlos. Danke lieber „Schwager“!!!

Was für eine Woche

So! Da ist er nun endlich, mein allererster Eintrag auf dieser Seite, im nicht mehr ganz so neuen Jahr. Aber man kann durchaus allen Lesern auch jetzt noch ein frohes neues Jahr wünschen und das mach ich dann auch mal: EIN FROHES NEUES JAHR, AN ALLE LESER MEINES BLOGS!

So, das hätten wir. Doch warum war so lange nicht mehr zu lesen? Hat die Liebe zum MSV nachgelassen? Wollte man keine schlechten Nachrichten über Verletzungen und Ausfälle in Duisburg mehr hören und sehen? Was war also los?

Also, auf Grund einer neuen beruflichen Heimat, hatte ich einfach keinen freien Kopf gehabt, um mich mit meinem Blog auseinanderzusetzten. Jetzt aber, bin ich dort richtig angekommen und werde ab sofort versuchen, wieder regelmäßig zu schreiben.

Die Zuneigung zum MSV Duisburg hat also nicht nachgelassen. Hat mir das Christkind doch tatsächlich zu Weihnachten eine Rückrundenkarte für die „König Pilsener Fankurve“ überreicht. Was für eine Überraschung, was für eine unendliche Freude, was für ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Und was war das für ein gelungener Auftakt in die Rückrunde. 4:0! gegen den FSV Frankfurt. Das Tor von Christian Tiffert zum offiziellen Endergebnis von 5:0, soll an dieser Stelle einfach mal so hingenommen werden. Und dann kam auch schon der Montag in Cottbus. Im Free-TV konnte man die Begegnung FC Energie Cottbus gegen den  MSV Duisburg live verfolgen. Doch nicht mit meinem, bzw. den von meiner Lieben Frau mit in die Ehe gebrachten, ca. 20 Jahre altem Fernsehgerät. Dieses weigert sich nämlich mit allen Kräften, den entsprechenden Sender zu zeigen. So blieb mir mal wieder nur das Radio, mit meinem liebgegewonnenen Lokalsender. Und dann das! Srdjan Baljak, der neue Stürmer des MSV Duisburg, der bereits bei seinem ersten Einsatz den MSV in der 13. Minute gegen den FSV Frankfurt in Führung brachte, bringt in der 90. Minuten den Ball zwischen die Pfosten und sichert seiner neuen Mannschaft mit seinem Tor, die zweiten 3 Punkte in dieser noch sehr frischen Rückrunde. Radio hören kann so schön sein. Wer braucht schon ein neues Fernsehgerät?

29.01.1959! Meine Eltern heiraten.

29.01.2009! Meine Eltern haben Goldhochzeit und ich sitze unweit der MSV-Arena mit meiner Rückrundenkarte für die „König Pilsener Fankurve“ in der Tasche, pünktlich um 18:00 in einem Lokal und höre heimlich mit meinem Handy und einem Ohrhörer, meinen liebgewonnenen Lokalsender. Die Goldhochzeit war sehr schön gewesen, das mit dem Radio nicht so wirklich. Am 07.02.’10 hat der Lebensgefährte meiner Schwester Geburtstag. Beim dazu eingeladenen Brunch werde ich wohl wieder mit einem Knopf im Ohr sitzen und hoffentlich um 15:15  mit einer Flasche König Pilsener in der Hand in Richtung Düsseldorf schauen und zufrieden mit einem großen Schluck die durstige Kehle kühlen.

Gute Stimmung

Ne, wat war dat nur für ein schöner Samstagnachmittag in unserer Arena. Ich durfte ein sehr schönes, ein sehr emotionales, ein sehr kämpferisches Fußballspiel des MSV beobachten und ich war sehr berührt.

Die Stimmung im Stadion und die Leidenschaft auf dem Rasen haben mich heute schwer beeindruckt. Man konnte förmlich spüren, dass die Mannschaft den festen Willen hatte, ein gutes Spiel zu zeigen und das haben sie dann auch. Wenn wir heute verloren hätten, ich wäre trotzdem zufrieden nach Hause gegangen. Es war schön anzuschauen, wie fast jeder Spieler um jeden Ball gekämpft hatte. Es war schön zu spüren, wie das ganze Stadion hinter seiner Mannschaft gestanden hat.

Ich freue mich auf die kommenden Spiele.

Herrenabend

Ne, wat war dat für ein schöner Abend, gestern in Bochum. Freundschaft, Bier und Fußball. Dinge die einfach zusammen gehören. Da ist es auch völlig egal, dass sich ein Schalker und ein Duisburger zusammen einen Abend über Dortmunder in Bochum anschauen. Das nenne ich mal gelungene Völkerverständigung. Die Liebe zum Fußball und die Leidenschaft sich darüber auszulassen kennt glücklicherweise keine Grenzen. Man möchte sich das Ganze auch nicht vermiesen lassen. Die immer schrecklicheren Nachrichten über den Fußball oder seinen eigenen Verein, kann man fast täglich in der örtlichen Presse nachlesen. Schlagzeilen wie: Wettskandale, finanzielle Notlagen, Trainerfragen oder verletzungsbedinge Ausfälle, man weiß manchmal gar nicht mehr über was man sich eigentlich noch ärgern soll. Umso schöner sind dann solche Abende wie gestern, an denen man den Fußball seine ursprüngliche Bedeutung zukommen lässt. Freundschaft, Bier und Fußball, oder einfacher gesagt: Herrenabend!