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Gute Stimmung

Ne, wat war dat nur für ein schöner Samstagnachmittag in unserer Arena. Ich durfte ein sehr schönes, ein sehr emotionales, ein sehr kämpferisches Fußballspiel des MSV beobachten und ich war sehr berührt.

Die Stimmung im Stadion und die Leidenschaft auf dem Rasen haben mich heute schwer beeindruckt. Man konnte förmlich spüren, dass die Mannschaft den festen Willen hatte, ein gutes Spiel zu zeigen und das haben sie dann auch. Wenn wir heute verloren hätten, ich wäre trotzdem zufrieden nach Hause gegangen. Es war schön anzuschauen, wie fast jeder Spieler um jeden Ball gekämpft hatte. Es war schön zu spüren, wie das ganze Stadion hinter seiner Mannschaft gestanden hat.

Ich freue mich auf die kommenden Spiele.

Herrenabend

Ne, wat war dat für ein schöner Abend, gestern in Bochum. Freundschaft, Bier und Fußball. Dinge die einfach zusammen gehören. Da ist es auch völlig egal, dass sich ein Schalker und ein Duisburger zusammen einen Abend über Dortmunder in Bochum anschauen. Das nenne ich mal gelungene Völkerverständigung. Die Liebe zum Fußball und die Leidenschaft sich darüber auszulassen kennt glücklicherweise keine Grenzen. Man möchte sich das Ganze auch nicht vermiesen lassen. Die immer schrecklicheren Nachrichten über den Fußball oder seinen eigenen Verein, kann man fast täglich in der örtlichen Presse nachlesen. Schlagzeilen wie: Wettskandale, finanzielle Notlagen, Trainerfragen oder verletzungsbedinge Ausfälle, man weiß manchmal gar nicht mehr über was man sich eigentlich noch ärgern soll. Umso schöner sind dann solche Abende wie gestern, an denen man den Fußball seine ursprüngliche Bedeutung zukommen lässt. Freundschaft, Bier und Fußball, oder einfacher gesagt: Herrenabend!

Trauer um Robert Enke

Robert Enke ist tot. Der 32 Jahre alte Fußball-Nationaltorhüter hat sich das Leben genommen.

Deutschland verliert einen herausragenden Sportler.

Seine Familie, seine Angehörigen und seine Freunde verlieren einen geliebten Menschen. Ihnen allen gilt mein Mitgefühl.

Schämen

Ich bin entsetzt! Ich war heute mit meiner Familie im Stadion und bin einfach nur entsetzt. Sogar mein Sohn (7 Jahre!) fand das Spiel langweilig. Ich finde das sagt alles.  Ich schäme mich für diese Manschaft!

Was konnte man nicht alles in den letzten Tagen über den MSV Duisburg hören und lesen? Da war zuerst einmal der überraschende Rücktritt des Aufsichtsratsmitglieds Andreas Peters, dann das DFB-Pokal-Debakel in Augsburg, die daraus resultierende Beurlaubung vonTrainer Peter Neururer, die verständliche Suche nach einem neuen Trainer, die schnelle Bekanntgabe des neuen Trainers Milan Sasic und dann war heute noch eine kleine Meldung in der WAZ zu lesen, dass der MSV-Pressesprecher und „Medienchef“  Tobias Günther nach dem kommenden Heimspiel gegen Rot-Weiß Ahlen den Verein verlässt. Ganz schön was los beim MSV.

Als neuer Trainer in Duisburg wird für Milan Sasic also einiges an Arbeit zu bewältigen sein. MSV-Chef Walter Hellmich hat mit ihm einen erneuten „Wunschtrainer“ gefunden. Dieser hat nun anderhalb Jahre Zeit für den Aufstieg in die 1. Liga bekommen. Früher ist auch sicherlich nicht damit zu rechnen. Zuviele Baustellen innerhalb der Mannschaft scheinen zu bestehen. Spieler, die sich beim Training nicht begrüßen, Spieler die mit einem gebrochenen Zeh spielen und Spieler die auf Grund einer Prellung erst gar nicht zum Auswärtsspiel mitfahren. Solche Aussagen lassen vermuten, dass jeder Spieler so seine eigene Interpretation von Mannschaftssport hat. „Interimstrainer“ Uwe Speidel hat mit seiner Aufstellung gegen die TuS Koblenz gezeigt, dass noch nicht alles verloren ist. Ich bin gespannt, was uns der neue Trainer bringt. Zuerst einmal kommen durch einen neuen Trainer weitere Kosten auf den Verein zu, Peter Neururer ist ja schließlich „nur beurlaubt“ und erhält weiterhin sein Gehalt. Schön war auch zu lesen, das Walter Hellmich den alten Trainer als Sprücheklopfer abgelöst hat: „Hartes Arbeiten passt besser zu uns, als große Sprüche zu machen.” Ja, „dann haut mal rein“.

Der MSV und seine Krise!

Der MSV Duisburg hat endlich mal wieder gewonnen und keiner scheint so richtig damit zufrieden zu sein. Na gut, richtig guter Fußball sieht halt anders aus, obwohl man aber auch sagen muss, dass das Tor von Chavdor Yankov schon nach richtig gutem Fußball ausgesehen hat. Letztendlich kann sich das Ergebnis von 3:1 am Ende des Spiels, auch durchaus sehen lassen. Immerhin ist man jetzt dem Ende der Tabelle etwas davon gerannt. Zum Schluss werden halt die gewonnen Punkte zusammen gerechnet, der Weg dorthin ist nebensächlich. Das war alles noch am Samstag, nach dem Heimspiel gegen Hansa Rostock.

Was uns der MSV allerdings gestern im DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg geboten hat ist unglaublich. Qualiativ, hat sich nach Samstag nicht viel verändert. Guter Fußball sieht halt immer noch anders aus und unsere Mannschaft kann diesen offensichtlich nicht spielen. Das man(n)  auch weiterhin auf Spieler wie Änis Ben-Hatira oder Caiuby baut, finde ich auch unglaublich. Deren Leistung hat mich in dieser Saison noch kein einziges mal überzeugt. Was soll man also mit solch einem Stamm an Spielern anfangen? Sportdirektor Bruno Hübner ist ja schon auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Stürmer, trotz einer nicht gefüllten Manschaftskasse. Was liegt also nahe, mal in den eigenen Reihen nach zu schauen? Der Nachwuchs beim MSV verfügt doch sicherlich über den ein oder anderen Spieler der mehr Kampfgeist und Leidenschaft auf den Platz bringt als so manch ein Spieler von Peter Neururer. Man beklagt doch ständig die fehlenden Gelder. Der eigene Nachwuchs kostet nix und was soll den bitte schön noch schlimmeres passieren?

Na endlich!!!

Besser spät als nie, könnten man über die späte Einsicht von Trainer Peter Neuruer denken:

„Mit dem Wort Aufstieg muss mir keiner mehr kommen. In der Winterpause gucken wir mal, was noch geht.”

Damit wird er wohl ausnahmsweise mal recht haben, dass man nämlich erst einmal gucken muß was beim MSV Duisburg überhaupt möglich ist. Man konnte in den letzten Spielen ja durchaus erkennen, dass es der Manschaft, aus welchen Gründen auch immer, an der Leistung, ja sogar oftmals an der Qualität zu einen Aufstieg in die 1. Bundesliga mangelt. Ja gut, kann man jetzt sagen, Verletzungspech wie zur Zeit beim Stürmer Sandro Wagner oder jetzt aktuell beim Kapitän Björn Schlicke können eine Mannschaft schon durchaus schwächen. Auch plagte manch ein Zipperlein den ein oder anderen Spieler und stand dann kurzzeitig erstmal nicht zu Verfügung. Aber wenn ein Trainer und Fußballlehrer offen über „Integrationsprobleme spielerischer Art“ redet, frage ich mich schnell, was denn da nur schief gelaufen ist. Vielleicht war ja der ständige Anspruch, das ständige formulieren des aufsteigens in die 1. Liga,  für diese Mannschaft von Anfang an zu hoch gegriffen. Vielleicht hätte man von Beginn an sagen müssen, dass man erst mal gucken muss, was geht. Man sollte doch bitte sehr, erst einmal realistische Nahziele formulieren, bevor man sich in nicht erreichbare Fernziele verläuft und sich dadurch schnell in eine Lage bringt, in der man ganz flott nicht mehr ernst genomen wird.

Die Krise dehnt sich aus

Oh mein Gott! Die Krise beim MSV Duisburg spitzt sich immer weiter zu. Nach den letzen drei peinlichen Punktspielen der Zebras muss nun am Freitag vor heimischer Kulisse gegen Union Berlin endlich ein Sieg, oder zumindest ein kämpferisches Unentschieden her. Unbeeindruckt dessen, reißen aber die negativen Nachrichten über den MSV Duisburg nicht ab.

Peter Neururer, unserer Trainer möchte am liebsten das Handtuch schmeißen, Sandro Wagner der zurzeit beste Torschütze der Zebras fällt für die nächsten 6 Monate aus (Kreuzbandriss!) und Chavdar Yankov hat immer noch ein Drücken an seiner Bruchstelle (Fahrradunfall!).

Damit aber noch lange nicht genug. Heute dann auch noch diese zwei, für mich völlig unerwarteten Meldungen, die mich bis ins Mark erschüttert haben: Tina Halberschmidt vom Zebrablog verweilt in den Niederlanden in irgendeinem Pannekoekenhuis und Kees Jaratz vom Zebrastreifenblog macht seine Drohung war und sein Stehplatz in der MSV-Arena bleibt am Freitag leer.

Mitten in Duisburg

Sehr interessante Dokumentation über den MSV Duisburg in 17 Teilen.

Teil 1 von 17:

Die restlichen Teile kann man sich hier anschauen.

Wenn ihr nicht so spielt, wie ich das will, dann gehe ich zum Präsidenten!

Wenn ihr nicht aufhört zu streiten, dann sag ich das dem Papa!

Isch hole meine Brüder, lan!

Solche Sätze haben doch meist etwas verzweifeltes, wenn nicht sogar etwas resignierendes, ja, etwas nach Hilfe suchendes  in ihrem Unterton. Meist fehlt dann diesen Sätze, die Frage nach dem Warum! Warum laufen die Dinge nicht so, wie ich es gerne möchte. Warum laufen alle nach rechts, wenn ich aber selber links gemeint habe? Schnell glaubt man dann die Suche nach einem Schuldigen gefunden zu haben. Es waren die Anderen! Ist einfach und lässt einen selber in einem annehmlichen Licht dastehen. Doch sind es wirklich immer die Anderen? Sollte man sich nicht selbst fragen, ob man seine getroffenen Aussagen, klar und verständlich formuliert hat. Hat man das  Ziel nur alleine vor Augen und kennt auch nur alleine die richtige Richtung, weil man es nicht gut und verständlich an die Anderen gebracht hat? Oder ist man selbst gar nicht in der Lage das Ziel glaubhaft zu vermitteln, weil man evtl. selber nicht mehr an das Erreichen des Zieles glaubt? Weil man sich selbst vielleicht schon von seiner Aufgabe innerlich distanziert hat? Oder ist das alles auch zu einfach? Immer die Schuld beim Trainer zu suchen? Klappt es in der Mannschaft nicht, schreit man schnell nach einem neuen Trainer. Das ist während einer laufenden Fußballsaison mehrfach bei diversen Clubs in ganz Deutschland zu beobachten. Wird die von den Fans oder Vorständen erwartete Leistung einer Mannschaft während der Saison nicht erreicht, muss ein neuer Trainer her.

Peter Neururer hatte am Anfang der laufenden Saison das Ziel des Aufstieges in den Medien mehrfach preisgegeben. Die Fans, aber auch die Vorstände des Vereines wussten demnach,  wonach der MSV Duisburg in dieser Saison strebt. Die Spieler sollten es also auch gehört haben, wo man nach der Saison 2009/10 in Duisburg stehen möchte. Die Messlatte war sichtbar hoch gesteckt. Was ist also schief gelaufen beim MSV? Wer hat Schuld an dieser Krise? Vielleich der Verein? Der Trainer? Oder gar die Spieler? Ich habe für all diese Fragen keine Antwort parat. Ich höre mal dorthin, lese mal dieses oder jenes und mache mir so meine Gedanken.

Diesen Satz von Trainer Peter Neururer bekam man zum Beispiel am vergangenen Samstag in der Zeitung zu lesen: „Wenn es an der Motivation liegt, dann sollte sich der eine oder andere fragen, ob es richtig war, dass er seinen Namen unter einen Profivertrag gesetzt hat.”

Sollte in diesem einfachen Satz die Frage nach dem Schuldigen bereits beantwortet sein? Liegt es möglicherweise tatsächlich an den Anderen? Also den Spielern? Und wenn ja, wer bitte schön sollte die Spieler denn dann motivieren, wenn nicht der Trainer selbst? Es kann doch nicht immer nur am Geld liegen! Fußball ist doch immer noch eine Leidenschaft und vor allen Dingen eine Mannschaftssportart und muss auch so gespielt werden.

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